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Was gehört zur Abfallart Kartonagen, was nicht?

Zur Abfallart Papier, Pappe, Kartonagen (kurz PPK) gehört insbesondere Altpapier in jeglicher Variante. Hier unter anderem:

Altpapier

Papierabfälle

Verpackungen aus Kartonage

Wellpappe

Zeitungen / Zeitschriften

Beschichtetes / laminiertes Papier (u. a. Kassenbons)

Folien

Ordner

Kunststoffe

Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da

Sortierhinweise zur Abfallart Kartonagen

Für gewerbliche Abfallerzeuger gelten bei der Sammlung von Kartonagen die Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung. Kartonagen sind grundsätzlich getrennt von anderen Abfallarten und möglichst sortenrein zu erfassen. Eine gemischte Sammlung ist nur zulässig, wenn die getrennte Erfassung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Die Gründe hierfür sind entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu dokumentieren.

Fakten rund um die Abfallart Kartonagen

Kartonagen bestehen überwiegend aus Papierfasern und werden insbesondere als Transport- und Verpackungsmaterial eingesetzt. Je nach Einsatzzweck unterscheiden sie sich hinsichtlich Materialstärke, Aufbau und Stabilität. Papier, Pappe und Karton zählen zu den am häufigsten getrennt gesammelten Wertstofffraktionen. Aufbereitete Papierfasern können – abhängig von ihrer Qualität – als Ausgangsmaterial für die Herstellung neuer Papier- und Kartonprodukte verwendet werden. Nach mehreren Aufbereitungszyklen verkürzen sich die Papierfasern. Deshalb werden bei der Papierherstellung neben aufbereiteten Fasern auch Primärfasern eingesetzt, um die erforderlichen Materialeigenschaften zu erreichen. Für Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton gelten die Vorgaben des Verpackungsgesetzes. Hersteller und Inverkehrbringer müssen die jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Recyclingwege der Abfallart Kartonagen

Sammlung und Sortierung

Nach der getrennten Sammlung werden Papier, Pappe und Karton in Aufbereitungsanlagen sortiert. Dabei werden unter anderem verschiedene Papierqualitäten sowie Störstoffe voneinander getrennt.

Faseraufbereitung

Anschließend wird das Material mit Wasser aufgelöst und zu einer Fasersuspension verarbeitet. Fremdstoffe werden in mehreren Reinigungs- und Sortierstufen entfernt. Je nach späterem Verwendungszweck können weitere Behandlungsschritte wie Deinking (Druckfarbenentfernung), Dispergierung oder Bleiche erfolgen.

Herstellung neuer Papierprodukte

Nach der Aufbereitung wird die Fasersuspension entwässert, zu Papierbahnen verarbeitet und anschließend für die Herstellung neuer Papier- und Kartonprodukte verwendet. Da sich Papierfasern mit jeder Aufbereitung verkürzen, können sie nur eine begrenzte Anzahl von Malen erneut verwendet werden. Daher werden bei der Papierherstellung regelmäßig Primärfasern ergänzt, um die erforderlichen Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

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