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Was gehört zur Abfallart Inkontinenzabfälle, was nicht?

Klassisches Beispiel für Inkontinenzabfälle sind Erwachsenenwindeln. Zur Abfallart gehören bzw. gehören nicht:

Windeln

Einlagen

Stuhlwindeln

Inkontinenzhöschen

Organische Abfälle wie Speisereste oder Bioabfall

Sonderabfälle

Regulärer Restabfall

Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da

Sortierhinweise zur Abfallart Inkontinenzabfälle

Inkontinenzabfälle aus Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Einrichtungen des Gesundheitsdienstes sollten direkt am Entstehungsort getrennt gesammelt werden. Hierfür eignen sich reißfeste, feuchtigkeitsbeständige und dicht verschließbare Säcke oder Behälter. Vakuumiersysteme können das Abfallvolumen verringern und die Geruchsentwicklung während der innerbetrieblichen Sammlung und Lagerung reduzieren. Die verpackten Abfälle sollten nicht mehr umgefüllt oder nachsortiert werden. Bis zur Abholung sind die Behälter in einem geeigneten, für Unbefugte nicht zugänglichen Bereich bereitzustellen. Die konkreten Anforderungen an Verpackung, Lagerung und Transport richten sich nach der Herkunft, der Einstufung und den jeweiligen Annahmebedingungen. Inkontinenzabfälle ohne Hinweise auf eine Infektionsgefahr werden im Gesundheitsdienst in der Regel dem Abfallschlüssel 18 01 04 zugeordnet. Abfälle, an deren Sammlung und Entsorgung aus infektionspräventiver Sicht besondere Anforderungen gestellt werden, müssen dagegen separat eingestuft und gesammelt werden.

Fakten rund um die Abfallart Inkontinenzabfälle

Zu den Inkontinenzabfällen zählen insbesondere gebrauchte Erwachsenenwindeln, Vorlagen, Einlagen und weitere saugende Hygieneprodukte. Sie bestehen in der Regel aus mehreren Materialkomponenten, beispielsweise Zellstoff, Kunststoffen und superabsorbierenden Polymeren. Hinzu kommen Feuchtigkeit und organische Bestandteile. Die Materialzusammensetzung sowie hygienische Anforderungen erschweren eine nachträgliche Trennung und stoffliche Aufbereitung. Die Einstufung richtet sich nicht allein nach der Art des Produkts, sondern auch nach seiner Herkunft und möglichen infektiösen Eigenschaften. Abfälle mit Infektionsrisiko unterliegen strengeren Anforderungen als nicht infektiöse Inkontinenzabfälle aus der allgemeinen Pflege. Die LAGA-Mitteilung 18 enthält hierzu Hinweise für Einrichtungen des Gesundheitsdienstes. 

Recyclingwege der Abfallart Inkontinenzabfälle

Sammlung und Transport

Die verschlossenen Säcke oder Behälter werden ohne weiteres Öffnen oder Umsortieren abgeholt. Sammlung und Transport erfolgen entsprechend der jeweiligen Abfalleinstufung und den geltenden hygienischen sowie abfallrechtlichen Anforderungen.

Thermische Behandlung

Inkontinenzabfälle werden derzeit überwiegend thermisch behandelt. Dabei werden die organischen und kunststoffhaltigen Bestandteile in dafür zugelassenen Anlagen verbrannt. Die entstehende Wärme kann anlagenabhängig zur Erzeugung von Strom oder Wärme genutzt werden.

Alternative Behandlungsverfahren

Für gebrauchte Inkontinenzprodukte wurden Verfahren entwickelt und erprobt, bei denen das Material unter Druck und hoher Temperatur behandelt und anschließend in einzelne Fraktionen getrennt wird. Dazu zählt die thermische Druckhydrolyse. Ziel solcher Verfahren ist es, beispielsweise Kunststoff- und Zellstoffanteile für eine weitere Aufbereitung abzutrennen. Das Verfahren wurde von REMONDIS bereits im Zusammenhang mit einem Entwicklungsprojekt beschrieben, stellt jedoch keinen allgemein verfügbaren Standardweg für sämtliche Inkontinenzabfälle dar. Ob eine solche Behandlung möglich ist, hängt unter anderem von der Materialzusammensetzung, der hygienischen Einstufung, der verfügbaren Anlagentechnik und den Qualitätsanforderungen an die gewonnenen Fraktionen ab.

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