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Was gehört zur Abfallart KMF (Künstliche Mineralfasern), was nicht?

Künstliche Mineralfasern (KMF) werden als Glaswolle, Steinwolle oder Mineralwolle bezeichnet. Man verwendet sie hauptsächlich als Dämmmaterial im Baubereich. Sie setzen lungengängige Fasern frei, was zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann.

Mineralwolle

Dämmwolle

Glaswolle

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Sortierhinweise zur Abfallart KMF (Künstliche Mineralfasern)

Künstliche Mineralfasern sind getrennt von anderen Bau- und Abbruchabfällen zu sammeln. Bereits auf der Baustelle sollten die Materialien staubarm ausgebaut und unmittelbar in reißfeste, staubdichte Säcke oder Big Bags verpackt werden. Die Verpackungen sind entsprechend den geltenden Vorschriften zu kennzeichnen. Hierfür gelten unter anderem die Anforderungen der TRGS 521 für Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit Mineralwolle. Die verpackten Materialien können über geeignete Annahmestellen entsorgt oder von REMONDIS abgeholt werden.

Fakten rund um die Abfallart KMF (Künstliche Mineralfasern)

Künstliche Mineralfasern sind amorphe silikatische Fasern. Hierzu zählen unter anderem Glaswolle, Steinwolle, Schlackenwolle, textile Glasfasern sowie keramische Fasern. Den größten Anteil bilden Glas- und Steinwolle, die vor allem zur Wärme-, Schall- und Brandschutzdämmung eingesetzt werden. Sie werden beispielsweise in Dächern, Fassaden, Decken, Trennwänden sowie an technischen Anlagen verwendet. Seit dem Jahr 2000 werden in Deutschland überwiegend Mineralwolleprodukte eingesetzt, die die geltenden Anforderungen hinsichtlich ihrer Biolöslichkeit erfüllen. Ältere Mineralwolle kann dagegen als gefährlicher Abfall eingestuft werden und unterliegt besonderen Anforderungen bei Ausbau und Entsorgung.

Recyclingwege der Abfallart KMF (Künstliche Mineralfasern)

Sammlung und Einstufung

Vor der weiteren Behandlung wird geprüft, ob es sich um ältere Mineralwolle oder um neuere Produkte handelt. Die Einstufung richtet sich unter anderem nach Herstellungszeitraum, Materialeigenschaften und den geltenden rechtlichen Vorgaben.

Aufbereitung geeigneter Mineralwolle

Für bestimmte Mineralwolleprodukte stehen Aufbereitungsverfahren zur Verfügung, bei denen das Material zu mineralischen Ausgangsstoffen verarbeitet wird. Ob eine stoffliche Verwertung möglich ist, hängt von der Materialqualität sowie den verfügbaren Anlagen ab. Ein Beispiel ist das Multi-Mode-Mikrowellenverfahren. Dabei wird das Material thermisch behandelt und anschließend aufbereitet, sodass mineralische Fraktionen für weitere Anwendungen gewonnen werden können.

Entsorgung älterer Mineralwolle

Ältere Mineralwolle, die als gefährlicher Abfall eingestuft ist, wird entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorgaben entsorgt. Häufig erfolgt die Ablagerung auf dafür zugelassenen Deponien geeigneter Deponieklassen. Vor der Ablagerung kann das Material verdichtet oder verpresst werden, um Transport und Deponierung zu erleichtern.

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