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Was gehört zur Abfallart Schlacken, was nicht?

Mit dem Begriff Schlacken werden Rückstände aus Verbrennungsanlagen bezeichnet. Sie fallen als Rückstände unvermeidbar in industriellen Feuerungsanlagen aller Art an, wichtige Beispiele sind Abfallverbrennungsanlagen und die Hochöfen in der Stahlindustrie.

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Sortierhinweise zur Abfallart Schlacken

Die Verbrennungs- und Feuerungsverfahren sehen meist direkt Wege zur Beseitigung von Schlacken vor. In Abfallverbrennungsanlagen wird die Schlacke häufig mittels Fördertechnik direkt in die Aufbereitungsanlage gebracht. Dort wird sie zur Einbindung von CO2 aus der Luft mindestens einen Tag vorgelagert. Danach wird die Schlacke gesiebt und gebrochen. Eisenschrott und Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer und Messing werden von der Schlacke abgetrennt. Sie finden als Rohstoff neue Verwertung in Metallhütten. Unverbrannte Reste werden in einem Sichter bearbeitet und entfernt.

Fakten rund um die Abfallart Schlacken

Jährlich fallen in Deutschland fast drei Millionen Tonnen Schlacken an. Der größte Teil davon wird weiterverarbeitet. Etwa 200.000 Tonnen werden auf Abfalldeponien beseitigt. Besonders viel Schlacke fällt bei Hochöfen und ähnlichen Verbrennungsanlagen an. Speziell in der Eisen- und Stahlindustrie fällt Schlacke unvermeidbar an. Bei der Abfallverbrennung fallen pro Tonne Abfall rund 250 bis 350 Kilogramm Schlacke an. Sie ist – wie die Abfälle selbst – von äußerst unterschiedlicher Zusammensetzung, was den Gehalt an Mineralstoffen, Eisenschrott, Wasser und Schwermetallen betrifft.

Schlacke kann potenziell umweltschädliche und wassergefährdende Stoffe enthalten. Ist das nicht der Fall, kann Schlacke als gewöhnlicher Bauschutt entsorgt werden. Bei einer sicher festgestellten Belastung mit Schadstoffen muss die Schlacke als Sonderabfall entsorgt werden. Die Vorsicht gebietet es, bei der Arbeit mit Schlacke grundsätzlich geschlossene Schutzkleidung zu tragen.

Recyclingwege der Abfallart Schlacken

Bei der Schlacke laufen physikalische und chemische Vorgänge gleichzeitig ab, von daher ist es wichtig, diese gemäß den technischen Richtlinien mit zu berücksichtigen. Schlacke muss darum nach der Verarbeitung über einen bestimmten Zeitraum gelagert werden. Nur wenn den vorgeschriebenen Anforderungen genau entsprochen wird, kann man das entstehende Produkt sekundär nutzen oder als Baustoff im Straßen- und Wegebau einsetzen. Zeit und Technik arbeiten somit für die Qualität der Schlacken.

Die meisten Anlagenbetreiber führen eine konventionelle Aufbereitung durch oder geben sie bei Dienstleistern in Auftrag. Bei dieser Aufbereitungsmethode wird nach einer dreimonatigen Lagerung eine Kombination von trockenen Verfahren angewendet. Dazu gehören eine manuelle Sortierung, Siebung, Zerkleinerung und die Magnetscheidung. Das Grob- und Feinkorn wird abgeschieden. So entstehen mineralische Fraktionen mit definierten Kornklassen.

Weiterhin werden grober Metallschrott sowie grobe unverbrannte Teile abgetrennt. Letztere werden in den Abfallbunker zurückgegeben und durchlaufen nochmals den Verbrennungsprozess. Die Abtrennung der Nichteisenmetallfraktion führt zu Erlösen und trägt zur Senkung der Aufbereitungskosten bei, mindert aber den Restwert des Produkts. Konventionell aufbereitete Schlacken finden daher meist nur durch Zuzahlung an den Aufbereiter Verwendung als Verfüllmaterial oder im Deponiebau.

Die beim Betrieb von Verbrennungsanlagen anfallenden Schlacken werden zu einem großen Teil bei der Herstellung von Zement und anderen Baustoffen weiterverwertet (Schlacken mit niedrigem Schadstoffgehalt), nur ein geringer Prozentsatz (Schlacken mit hohem Schadstoffgehalt) wird auf Abfalldeponien beseitigt.

Hochofen- und Stahlwerksschlacken werden umfangreich im Erd-, Straßen-, Wege-, Wasser- und Gleisbau sowie in der Zementindustrie eingesetzt. Geringere Mengen finden auch als Düngemittel Verwendung. Einige Eisenhüttenschlacken finden aufgrund ihrer Festigkeit und der Frostsicherheit zudem bautechnische Anwendungen. Schlacke aus der Stahlindustrie wird heute zu fast 100 Prozent recycelt. Sie kommt unter anderem beim Straßenbau zum Einsatz und trägt so dazu bei, den Bedarf an natürlichen Rohstoffen zu verringern.

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