Was gehört zur Abfallart Lösemittel, was nicht?
Lösemittel, oft auch als Lösungsmittel bezeichnet, machen genau das, was ihr Name verspricht: Sie lösen oder verdünnen andere Stoffe. Der Chemiker unterscheidet verschiedene Gruppen von Lösemitteln, darunter halogenhaltige und halogenfreie, aber auch Gemische. Zum großen Spektrum an Lösemitteln gehören unter anderem:
Alkohole
Nitroverdünnung
Reinigungsbenzin
Ethanol
Methanol
Phenol
Chloroform
Dichlormethan
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Sortierhinweise zur Abfallart Lösemittel
Gebrauchte Lösemittel sollten entsprechend ihrer Zusammensetzung getrennt gesammelt werden. Unterschiedliche Lösemittelarten sowie halogenierte und halogenfreie Lösemittel dürfen nur dann zusammengeführt werden, wenn dies für den vorgesehenen Behandlungsweg ausdrücklich zulässig ist. Die Getrennthaltung erleichtert die Einstufung und kann die Voraussetzungen für eine spätere Aufbereitung verbessern. Lösemittel mit Schwermetallen oder anderen Verunreinigungen müssen gesondert deklariert und einem dafür geeigneten Behandlungsweg zugeführt werden. Kleinere Mengen können – abhängig von den jeweiligen Annahmebedingungen – an geeigneten Sammelstellen oder beim SafetyTruck von REMONDIS abgegeben werden. Die Behälter müssen dicht verschlossen, äußerlich sauber und eindeutig mit ihrem Inhalt gekennzeichnet sein. Nach Möglichkeit sollten die Lösemittel in ihren Originalgebinden bereitgestellt werden. Für größere Mengen stellt REMONDIS geeignete Sammelbehälter bereit und übernimmt die Abholung. Geeignete Lösemittel können auf Wunsch chargenbezogen aufbereitet und als Regenerat zurückgeführt werden.
Fakten rund um die Abfallart Lösemittel
Lösemittel werden unter anderem zum Reinigen, Entfetten, Verdünnen oder als Bestandteil von Lacken, Farben und chemischen Produkten eingesetzt. Je nach Zusammensetzung können sie entzündbar, gesundheitsschädlich oder wassergefährdend sein. Gebrauchte Lösemittel sind deshalb in geeigneten, dicht verschlossenen Behältern zu sammeln und entsprechend ihrer Eigenschaften zu kennzeichnen. Halogenierte und halogenfreie Lösemittel unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und der geeigneten Behandlungsverfahren. Eine pauschale Bewertung ist nicht möglich. Entscheidend sind der konkrete Stoff, seine Konzentration und die enthaltenen Verunreinigungen.
Recyclingwege der Abfallart Lösemittel
Prüfung und Einstufung
Nach der Sammlung werden die Lösemittel anhand ihrer Zusammensetzung, ihres Verschmutzungsgrads und ihrer weiteren Verwendbarkeit geprüft.
Aufbereitung durch Destillation
Geeignete Lösemittel können durch Destillation aufbereitet werden. Dabei werden das Lösemittel und nicht flüchtige Verunreinigungen voneinander getrennt. Das gewonnene Regenerat kann – sofern es die erforderlichen Qualitätsanforderungen erfüllt – erneut in geeigneten industriellen oder gewerblichen Anwendungen eingesetzt werden.
Chargenbezogene Aufbereitung
Größere, getrennt erfasste Mengen können chargenbezogen destilliert und dem jeweiligen Kunden als aufbereitetes Lösemittel zurückgeführt werden.
Weitere Behandlung
Lösemittel, die sich aufgrund ihrer Zusammensetzung oder Verunreinigung nicht für eine stoffliche Aufbereitung eignen, werden den jeweils zulässigen Behandlungs- oder Entsorgungsverfahren zugeführt..
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