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Was gehört zur Abfallart Galvanikschlämme, was nicht?

Galvanikschlämme entstehen als Reststoffe durch die Oberflächenbehandlung von Metallen. Um die Härte, Abriebfestigkeit oder Optik des Metalls zu verändern, wird oftmals das galvanische Verfahren angewandt. Dazu wird das Werkstück im Rahmen einer Vorbehandlung, Beschichtung und Nachbehandlung in verschiedene Wirkbäder getaucht. Die Bäder, teils klassische Elektrolyt- oder Prozessbäder, haben unterschiedliche Inhaltsstoffe. Dazu zählen Metallionen wie Chrom, Eisen, Kupfer, Nickel und Zink, toxische Anionen wie Cyanid oder Chromat, Neutralsalze wie Sulfate und Chloride und weitere vielfältige organische und anorganische Zusatzstoffe. Die belasteten, genutzten Bäder werden durch Abwasserbehandlungsanlagen aufbereitet. Zurück bleibt Galvanikschlamm.

Abgesehen von den genannten möglichen, unterschiedlichen Bestandteilen, durch die Galvanikschlämme variieren, dürfen keine anderen Abfallarten gemeinsam mit Galvanikschlämmen gesammelt werden.

Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da

Sortierhinweise zur Abfallart Galvanikschlämme

Für eine fach- und umweltgerechte Entsorgung gefährlicher flüssiger Abfälle, gibt es spezielle Behälter. Diese Behältnisse können von REMONDIS bereitgestellt und entsorgt werden. Als Zubehör können eine Auffangwanne und/oder ein Einfülltrichter mitgeliefert werden. Die Sammlung von Galvanikschlämmen sollte in diesen Behältern getrennt von anderen Abfallarten erfolgen.

Fakten rund um die Abfallart Galvanikschlämme

Galvanikschlämme haben einen durchschnittlichen Metallanteil von 5-15 Prozent. Häufig vorkommende Inhaltsstoffe sind Zink, Nickel, Kupfer und Chrom. Dadurch gelten die Schlämme als gefährlicher Abfall und haben eine zugehörige Überwachungs- und Dokumentationspflicht. Die Zusammensetzung bzw. Intensität der Schlämme wird grundsätzlich durch vier Faktoren beeinflusst. Durch das Material, dessen Verunreinigungsgrad und Abtrag von Metalloxiden, durch die Lebensdauer des Wirkbads und den Anteil an anderen Verunreinigungen durch beispielsweise Kühlschmierstoffe, Korrosionsschutzöle und Beiz- oder Entfettungsmittel.
Die Oberflächenbehandlung durch Galvanisierung dient der Erreichung von Korrosionsbeständigkeit, Erzielung bestimmter funktionaler Eigenschaften oder der Umsetzung kundenindividueller Produktwünsche. 

Recyclingwege der Abfallart Galvanikschlämme

Sammlung und Transport

Die enthaltenen Schwermetalle machen Galvanikschlämme zu einer gefährlichen Abfallart mit besonderen Anforderungen an Überwachung, Verwertung und Entsorgung. All diejenigen, die durch Erzeugung, Sammlung, Entsorgung oder Besitz mit der Abfallart in Verbindung kommen, müssen entsprechende Nachweispflichten erfüllen. Sammlung und Transport von Galvanikschlämmen erfolgen durch sichere Spezialbehälter.

Aufbereitung und Verwertung

Im Rahmen der Deklarationsanalytik wird geprüft, inwieweit eine Verwertung möglich ist. Ist eine Verwertung nicht möglich, erfolgt eine fachgerechte Beseitigung. Grundsätzlich kommen für Galvanikschlämme, ebenso wie für alle anderen gefährlichen Abfallarten, die chemisch-physikalische Behandlung, die thermische Verwertung in einer Sonderabfallverbrennungsanlage oder die Ablagerung auf einer Sonderabfalldeponie zum Tragen.

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