Was gehört zur Abfallart Textilien, was nicht?
Zur Abfallart Textilien gehören gebrauchte Textilien und textile Erzeugnisse, die entsprechend den jeweiligen Annahmebedingungen getrennt gesammelt werden können. Dazu gehören beispielsweise:
tragbare Kleidung
Schuhe (paarweise zusammengebunden)
Bettwäsche
Tischwäsche
Handtücher
Hüte und Mützen
Schals und Handschuhe
Lederwaren wie Taschen oder Gürtel
Heimtextilien wie Vorhänge
stark verschmutzte oder mit Schadstoffen belastete Textilien
nasse oder verschimmelte Kleidung
Textilreste aus der Produktion
Matratzen
Teppiche
technische Textilien
Einwegschutzkleidung mit gefährlichen Anhaftungen
Restabfälle
sonstige nichttextile Materialien
Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da
Sortierhinweise zur Abfallart Textilien
Textilien sollten getrennt von anderen Abfällen gesammelt und möglichst trocken aufbewahrt werden. Feuchtigkeit oder starke Verschmutzungen können die weitere Sortierung erschweren und die Nutzungsmöglichkeiten einschränken. Gut erhaltene Kleidung, Schuhe und Heimtextilien können – je nach Sammelsystem – über Altkleidercontainer oder andere getrennte Sammelstellen erfasst werden. Beschädigte oder verschlissene Textilien können ebenfalls getrennt gesammelt werden, sofern das jeweilige Sammelsystem diese annimmt. Die getrennte Erfassung von Alttextilien ist seit dem 1. Januar 2025 grundsätzlich vorgeschrieben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Nach der Sammlung erfolgt in der Regel eine Sortierung nach verschiedenen Kriterien, beispielsweise:
- Bekleidung
- Schuhe
- Heimtextilien
- wiederverwendbare Textilien
- textile Materialien für die weitere Aufbereitung
- nicht geeignete Restfraktionen
Die konkrete Sortierung richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Anlage.
Fakten rund um die Abfallart Textilien
Getrennte Sammlung
Alttextilien werden über Altkleidercontainer, kommunale Sammelstellen oder gewerbliche Sammelsysteme getrennt erfasst. Die Sammlung erfolgt entsprechend den jeweiligen Annahmebedingungen.
Transport
Die gesammelten Textilien werden zu Sortier- oder Behandlungsanlagen transportiert. Der Transportweg richtet sich nach dem jeweiligen Sammelsystem und den organisatorischen Abläufen. Die Aussage, der Transport erfolge grundsätzlich regional, sollte nicht getroffen werden.
Vorsortierung
Nach der Anlieferung erfolgt zunächst eine Sichtprüfung und Vorsortierung. Dabei werden unter anderem getrennt:
- wiederverwendbare Bekleidung
- Schuhe
- Heimtextilien
- textile Mischfraktionen
- beschädigte oder verschmutzte Textilien
- ungeeignete Fremdstoffe
Feinsortierung
Je nach Anlage erfolgt anschließend eine weitergehende Sortierung nach:
- Materialart
- Qualität
- Farbe
- Zustand
- Verwendungszweck
Die Anzahl der Sortierkategorien unterscheidet sich je nach Betreiber und eingesetzter Technik.
Vorbereitung zur Wiederverwendung
Gut erhaltene Kleidungsstücke können nach Prüfung einer weiteren Nutzung zugeführt werden. Ob eine Wiederverwendung möglich ist, hängt unter anderem vom Zustand, der Nachfrage und den Qualitätsanforderungen ab.
Stoffliche Verwertung
Nicht mehr tragfähige Textilien können – abhängig von Materialart und Qualität – für geeignete Aufbereitungsverfahren vorbereitet werden. Mögliche Anwendungen sind beispielsweise:
- Putzmaterialien
- Dämmstoffe
- Faserprodukte
- industrielle Anwendungen
Welche Verfahren möglich sind, hängt insbesondere von der Materialzusammensetzung und dem Verschmutzungsgrad ab.
Energetische Verwertung
Textilien, die weder wiederverwendet noch stofflich verwertet werden können, können abhängig von ihrer Zusammensetzung thermisch behandelt werden.
Recyclingwege der Abfallart Textilien
Sammlung und Transport
Nach der Sammlung in speziellen Altkleidercontainern werden die Altkleider und Schuhe regional und damit nachhaltig in spezialisierte Sortieranlagen gebracht. Ob der Transport durch die Kommune, Stadt, eine karitative Sammelorganisation oder das Recyclingunternehmen erfolgt, ist unterschiedlich.
Aufbereitung und Verwertung
Angekommen in der Sortieranlage erfolgt eine händische Vorsortierung der Alttextilien. Die Mitarbeitenden unterteilen dazu die gesammelte Menge grob in verschiedene Produktkategorien. Kinderbekleidung, Damen- oder Herrenbekleidung, Schuhe, Putzlappen, Bettwäsche und Sonstiges. Anschließend folgt die Feinsortierung in hochmodernen Anlagen. Je nach Kleidungsstück, Anforderung, Bestimmungsland, Saison, Material und Qualität werden die Textilien so in bis zu 240 Sorten unterteilt. Von etwa 20 Prozent werden möglichst ökonomisch, ökologisch und effizient enthaltene Rohstoffe wiedergewonnen. Rund 15 % wird recycelt und zu Dämm- oder Isolierstoffen und Putzmaterialien verarbeitet. Letztlich bleibt damit nur ein Bruchteil übrig und dieser wird als Brennstoff zur Energieerzeugung eingesetzt. Mit dieser 100-prozentigen Verwertung schonen wir durch die Rückführung von Rohstoffen natürliche Ressourcen merklich.
REMONDIS bietet Sammel-, Sortier- und Entsorgungslösungen für unterschiedliche Alttextilien.
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